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Einfaches Sein in Frieden und Liebe (Botschaft von Franziskus)

September 27th, 2020

Franziskus ist in den letzten Wochen wieder so präsent in mir - vielleicht gerade deshalb, weil ich nun ein ganzes Jahr nicht nach Assisi reisen konnte .  Und eben, als ich dabei war, frühere Botschaften 'zeitlich zu ordnen' , ruhte mein Blick dankbar auf der folgenden, die ich vor einigen Jahren an meinem Namenstag von Franziskus in Assisi empfangen durfte :

Geliebte Schwester Friede-rike, ich rufe dich bei deinem Namen. Du brachtest ihn mit auf die Erde, wurdest als Friedensbotschaft neu geboren - mitten hinein in den Krieg. Nicht deine leiblichen Eltern, sondern dein göttliches Selbst wählte genau diesen Zeitpunkt, genau diese Umstände, denen du schon als Baby  ausgesetzt warst - empfangen nicht von sanfter wohltuender Musik, sondern von Bombenalarm und Zerstörung. Umso tiefer prägte es sich bei dir ein, was du als Wunsch und Aufgabe für dieses Leben mitgebracht hattest: grenzenlosen Frieden für dich selbst und für alle.

Noch erschrickst du ein wenig bei diesen Worten, da die Welt um dich herum auch jetzt noch so oft das krasse Gegenteil im Außen zeigt. Aber genau diesen Weg hast du gewählt: unbeirrt von dem, was sich im Außen spiegelt, deinen Friedensweg zu gehen, nicht auf rosa Wolken, sondern in deiner inneren Kraft, auch das Dunkle mit den Augen der Liebe zu sehen und durch alles Zerstörerische hindurch unerschütterlich im Wissen zu bleiben, dass ihr alle euch im grenzenlosen Frieden der Quelle als EINS wiedererkennen werdet.

Und so schenke ich mich dir in dem Bild, das unser Bruder Jalal (kurdischer Künstler in Assisi) auf meinen Anstoß hin gemalt hat. Es sollte und wollte zu dir kommen, um zum sicheren Boden deines Friedensweges zu werden, auf dem es keine begrenzenden Mauern mehr gibt, nur das einfache Sein in Frieden und Liebe.

( 5. 3.2016)

Weckruf

September 23rd, 2020

Zeit der weltweiten Krise

mit nicht zu übersehenden Einbrüchen und Härten -

ein nicht zu überhörender Weckruf mit der Botschaft,

dass vieles nicht auf dem alten Weg weitergeht.


Zeit des Rückzugs, der auferlegten Einschränkungen -

akzeptabel, solange zum Wohle aller,

und gleichzeitig die heilsame Chance,

innen und außen aufzuräumen.


Jedoch uns nicht einengen und einsperren lassen

von Mustern der Angst und Panik,

uns nicht verlieren

im Viel von meinungsdirigierenden Ablenkungen.


Grenzen ziehen bei allem,

was uns nicht gut tut,

nicht dem Ruf unseres Herzens folgt;

die eigenen Kräfte zentrieren,

geschöpft aus der göttlichen Quelle im Innern,

sie aufblühen lassen in frischen Farben

zur Freude aller,

die ihren Blick dafür öffnen.


Im eigenen Kraftfeld verweilen,

um dann gestärkt herauszutreten

und voller Freude und Mut

Durchbrüche zu wagen,

die wir bisher nicht für möglich hielten.


Und so Neues gebären,

was noch unerkannt in uns schlummert,

unser Leben zu voller Blüte bringen,

es wässern und nähren aus der inneren Fülle,

die niemals versiegt.


Uns als die souveränen Schöpfer

jeden Momentes sehen und erfahren,

in voller Freiheit ändern und wandeln,

was uns noch bindet,  fesselt

und fremd gehen lässt,

umso mehr genießen,

was impulsiv unserer innersten Quelle entspringt.


Und so dankbar sehen,

wie Schritt für Schritt unsere Träume wahr werden,

die Träume,

die uns als Brüder und Schwestern zusammenführen,

freudvoll vereint im innigen Liebesspiel des Lebens.


(FW 18.4.2020)

Bleibt im Vertrauen (Roland Wicht)

September 17th, 2020

Es ist nicht so leicht, im Vertrauen zu bleiben

in einer Zeit, in der alles aufbricht -

und dann noch die Angst aus sich zu vertreiben,

wenn Wahrheit Verhülltes bringt ans Tageslicht.

 

Angst nährt Zweifel, bringt Vertrauen ins Wanken,

lähmt unsere Seele und bremst uns aus;

sie träufelt ihr Gift in unsere Gedanken,

hemmt das Erwachen, sorgt im Bewusstsein für Staus.

 

Auch wenn es heißt, es liefe alles nach Plan

und wir sollten schauen und einfach genießen -

mit Händen im Schoß ist nichts getan;

wir werden wohl tüchtig mit zupacken müssen.

 

Noch fehlen Weitblick und der Fokus aufs Ganze,

was sich vereinen soll, wird noch immer getrennt;

welche Musik spielt auf zum gemeinsamen Tanze,

bis uns das Feuer unter den Sohlen brennt...

 

Die Heimat zu lieben ist doch nicht verboten,

in Freiheit zu sein ist der Wunsch, der vereint;

in uns schlagen die Herzen von Patrioten -

was "über Bord gehört", wird nicht beweint.

 

Schwestern und Brüder in gleichen Sinnen,

den Sand aus den Augen und werdet aktiv -

die Stimme im Herzen, tief in uns drinnen,

ist es, die uns zum Handeln rief!

 

(Roland Wicht, auf fb )

Dein Kind lacht

September 6th, 2020

Dein Kind lacht, es lacht aus voller Kehle,

es lacht über das Bühnenstück, für das sich Tag für Tag der Vorhang öffnet.

Urkomisch, mit welchem Ernst agiert wird, als spielte man das Leben selbst,

urkomisch, wie sie auf der Bühne stehen, als gäb's für sie nur dies.

 

Dein Kind lacht, es lacht erfrischend herzhaft,

es lacht, auch wenn sich Köpfe wenden,

als habe es den Ernst der Lage nicht erfasst.

Es lacht dir ins Gesicht - erschrickt und dreht sich um:

Du hast nicht zurückgelacht.

 

Dein Kind weint, es weint, weil es nicht ernst genommen,

es weint, weil Lachen ihm verboten.

Es weiß vom Leben mehr und wird doch abgeschoben.

Du sagst: "Hab keine Zeit, muss meine Rolle lernen."

 

Lache , Kind, lach! Steck an und mach gesund!

Lass dich nicht irritieren von dem, was sich so wichtig nimmt!

Wirf deinen Ball, den Ball der Unschuld, Freude, wahren Lebens,

mitten hinein ins Bühnenspiel - und sieh:

wie sie hüpfen, ihn fangen wollen, ihr Rollenspiel vergessen

und - Tränen in den Augen - zu lachen beginnen,

verhalten, Sehnsucht in der Kehle.

 

Dein Kind lacht, es lacht dir mitten ins Herz.

Es lacht und lockt dich von der Bühne.

Du nimmst es an die Hand, euch wird es warm -

ihr hört euch lachen, seht euch tanzen, Arm in Arm.

 

(FW 21.5.2000)

 

Der Himmel ist zu fern (Chuck Spezzano)

September 3rd, 2020

Der Himmel scheint zu fern. Die meisten Menschen können nicht an ihn glauben. Wir können Gott nicht spüren oder sehen, und er ist bestenfalls eine Vorstellung, bei der wir uns nicht sicher sind, ob wir ihr wirklich vertrauen. Wir hören, Gott sei Liebe, aber wo ist die Liebe? Und was ist mit der Welt geschehen?

Doch Gott ist nicht zu fern, wenn er in deinem Herzen lebt.

Die Menschen erfahren Gott durch dich. Sie sehen Gott in deinen Augen. Deine Liebe lässt Gott wrklich werden.  Deine Liebe strahlt so hell, dass die Menschen durch dich göttliche Liebe erfahren. Du erinnerst dich an Gott, der allen alles gibt, indem du gibst. Die Menschen in deiner Umgebung erinnern sich an Gott durch das, was du gibst.

Wärest du bereit, eine lebendige Brücke zwischen Himmel und Erde zu sein? Wärest du bereit, durch dein weites Herz den Menschen zu helfen, Gott zu erkennen? In deinem Lachen können deine Freunde Gott lachen hören. In deinem Lächeln wird Hoffnung erneuert. In deiner Gnade wird jeder Prozess gegen deine Brüder eingestellt. Dein Erinnern sagt ihnen, dass sie niemals vergessen waren und niemals vergessen werden können. Ihnen wurde stets vergeben. Sie waren stets geliebt.  Der Himmel wirkt durch deine Hilfe.  Durch das Wunder, das du bist, geschehen die Wunder des Himmels. Durch dein Erwachen wird dein Bruder erweckt. Durch deine Gegenwart wird Gottes Gegenwart angerufen, und der Himmel erstreckt sich zur Erde. Der Himmel wäre zu fern, wenn es dich nicht gäbe.

(Chuck Spezzano, Brücken zwischen Himmel und Erde, Verlag Via Nova)